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Endlich handeln!

Die Denk­we­bel sind wie­der am Werk“ Uwe Tell­kamp

Es wur­den jüngst zwei Bücher ver­öf­fent­licht die wohl auch an die Ver­nunft appel­lie­ren.

Nicht in soge­nann­ten rech­ten Ver­la­gen sind sie erschie­nen, son­dern in einem aner­kannt wis­sen­schaft­li­chen (Duncker & Hum­blot) und einem Publi­kums­ver­lag (riva).

[Update: 13:00 Uhr: Wei­te­re Ver­la­ge mach­ten Bücher über die „Denk­we­bel“:

Gele­sen wer­den die Bücher nicht, jeden­falls nicht von jenen Akteu­ren die immer häu­fi­ger und immer weni­ger ver­deckt for­dern, die Rech­te der Rech­ten zu beschnei­den.

Sie füh­len sich mit einem Schild, auf dem steht: „Wenn Sie AfD wäh­len: Kau­fen Sie woan­ders!“ ganz toll und sen­den die­se Freu­de auch in die wei­te Welt. Nicht etwa auf einem pri­va­ten Web­log, son­dern in einem Fach­blatt der Buch­bran­che, deren Redak­ti­on die­se geis­ti­ge Brand­stif­tung unwi­der­spro­chen ver­öf­fent­licht. Ist der Auto­rin bewußt, daß Sie jetzt weiß, wie sich ein Nazi fühl­te, der ein Schild an die Laden­tür hing: „Wenn Sie Jude sind: Kau­fen Sie woan­ders!“?

Eine Bran­che, die über Jahr­zehn­te mit Nazi­denk­mä­lern han­delt, hat ganz sicher nicht die Kom­pen­tenz über Umgang mit poli­ti­schen Strö­mun­gen zu reden. Der wich­tigs­te deut­sche Zivil­rechts­kom­men­tar und ande­re rechts­wis­sen­schaft­li­che Stan­dart­wer­ke tra­gen noch immer die Namen „Furcht­ba­rer Juris­ten“. 1) Otto Palandt war nicht nur Mit­läu­fer. Er war Ver­tre­ter des NS-Staa­tes und wich­ti­ger Weg­be­rei­ter der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideo­lo­gie.

Auch soll­te die Bran­che schwei­gen, die kei­nen Anstoß dar­an nimmt, daß links­ra­di­ka­le Fein­de unse­rer frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Ord­nung seit Jahr­zehn­ten auf den Buch­mes­sen ihre Kampf­schrif­ten aus­brei­ten. Und daß Ver­la­ge seit Jah­ren auf der Buch­mes­se sind, deren Auto­ren die „DDR“ ver­klä­ren und Unrecht nicht nur ver­harm­lo­sen son­dern leug­nen, sowie ihre Opfer ver­höh­nen.

Das was in der Bran­che der­zeit über den „Umgang mit rech­ten Strö­mun­gen“ gesagt und geschrie­ben wird, ist eine Fol­ge die­ser Ärger­nis­se. Kon­se­quent wei­ter gedacht, kann für die Akteu­re, die offen und ver­deckt im bör­sen­blatt, boersenblatt.net und anders­wo gegen die Pres­se- und Mei­nungs­frei­heit für Rech­te schrei­ben, ein mög­li­cher Höhe­punkt sein, was ich unter http://dergefahrvonrechtsbegegnen.de/ skiz­zie­re.

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1. Den Begriff präg­te Ingo Mül­ler, Furcht­ba­re Juris­ten – Die unbe­wäl­tig­te Ver­gan­gen­heit unse­re Jusitz, 1987, Neu­aus­ga­be 2014

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