Jens Falk

Buchhändler & Unternehmensberater

Greven, Münsterland

Lösungstrategien für
Heute und Morgen

Anderswo

pcvisit Support
Datenschutzerklärung | Impressum

Leserbrief: Die tridentinische Messe ist immer noch die katholische Messe

IMG_3428Der Bonner General-Anzeiger veröffentlichte heute meine Leserbrief, leider ohne Überschrift, da die weiteren Zuschriften zum Brief: „Ausdruck der Bandbreite der Kirche“ unter eine Überschrift gestellt wurden.

Die tridentinische Messe ist immer noch die katholische Messe

In oben genannten Brief kritisiert P. Karl Oerder den Begriff „Showmaster“ in Zusammenhang mit dem Neuen Meßritus und nennt diese Darstellung „ungesunde Polemik“ um dann weiter auszuführen, daß seine Mitbrüder und er bemüht sind, eine „mühevolle und schwierige Seelsorge“ in der heutigen schwierigen Zeit zu meistern. Das letztere trifft mit Sicherheit zu und die meisten derjenigen, die den Begriff „Showmaster“ verwenden, ist bewußt, daß die „Mißbräuche“ in der Neuen Liturgie zwar zunehmend, aber Einzelfälle sind und sonst die Priester bemüht sind, eine würdevolle Messe zu feiern, soweit das überhaupt möglich ist. Trotzdem ist der Begriff „Showmaster“, auch wenn er weh tut, für die Neue Messe sehr zutreffend. Als junger Mann konvertierte ich vor 14 Jahren zum katholischen Glauben. Zuvor war ich kurzzeitig evangelisch. Da fragte ich mich gedanklich, wo denn noch Unterschiede zwischen dem evangelischen und dem katholischen Gottesdienst sind. In beiden findet der gläubige Christ kaum die Ruhe und die Muße die zum Gebet, zur Anbetung Gottes, notwendig ist. Man „eilt“ von Programmpunkt zu Programmpunkt und gerade die laute Landessprache macht ein persönliches Gebet, unmöglich. Das Profane in den Gottesdiensträumen, in den liturgischen Gewändern und in der Liturgie erschreckt mich und ich empfinde es unwürdig und abstoßend. Wesentliche Gründe meiner Konversion waren plötzlich verschwunden.

Warum der Mensch Empfänge, Hochzeitsfeiern, Essen mit Freunden prunkvoller, würdevoller gestaltet und die wesentlichste Feier, die Meßfeier, profaniert ist für mich nach wie vor unverständlich. Besucht man hingegen eine tridentinische Messe, wird man als Christ voll und ganz aufgenommen. Man findet eine Liturgie, die auf Gott gerichtet ist, die Anbetung nicht nur ermöglicht, sondern fördert, und das Profane vermeidet. Die tridentinische Messe ist nicht nur deshalb die katholische Messe, sondern vor allem weil sie den katholischen Glauben fördert und ihm nicht im Weg steht.

Kategorie : Blog
Jens Falk
img

Der gelernte Verlagskaufmann hat sich 2004 als Buchhändler, Antiquar und Berater selbständig gemacht. Die Buchhandlung und – seit 2018 – der Verkauf von Schiffsuhren dient auch der Evaluierung und Analyse neuer Entwicklungen im Einzelhandel, sei es vor Ort, im Netz oder bei Veranstaltungen.

33 Beiträge erstellt von Jens Falk
0 Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Hinterlasse einen Kommentar